mandelbluete 170Wenn es Frühling wird, feiern die Japaner ihre Kirschblüten – und die Pfälzer ihre Mandelblüten. In Richtung Bad Dürkheim sind die Straßen mit Mandelbäumen in beiden Richtungen gesäumt, und es muss daher ein Augengenuss sein, sie bei Sonnenschein in voller weißer und rosa Blütenpracht zu erleben.

Diesen überwältigenden Anblick wollte Vera Rech den Aka-Mitgliedern während eines Tagesausflugs am 25. März bieten. Sie hatte sich schon vor über einem halben Jahr auf diesen Tag festgelegt – im festen Glauben daran, dass dies die ideale Mandelblütenzeit sei.

mandelbluete bluete 300Die Wetterapp verhieß nichts Gutes: Regen, Kälte um die 5 bis 9 Grad, starker Wind – und nun ja, auch ein bisschen Sonnenschein. Einige Akarianer ließen sich von diesen Prognosen abschrecken und blieben lieber zuhause. Die anderen aber brachen zu der etwa 9 Kilometer langen Wandertour auf, die in Forst bei Wachenheim begann. Den Ausflüglern fiel sofort auf, dass die Knospen an den Bäumen und Sträuchern der Pfalz schon weitaus stärker entwickelt waren als in Darmstadt. Pech für die Gruppe – denn die meisten Mandelbäume hatten schon ihre Blütenblätter abgeworfen. Ihr Blüh-Zenit war überschritten.

Die Wanderroute verlief im Zickzack durch die Weinberge, führte bis zum Rand des Pfälzer Waldes und zum weißen Hahnenbühler Kreuz, einem Doppelkreuz aus Eisen. Auf den letzten Metern zur idyllisch gelegenen Waldweinstube Thomas musste nochmal der Schirm ausgepackt werden – es schüttete! Doch während der ausgiebigen Mittagspause mit Pfälzer Spezialitäten schien schon wieder die Sonne.

mandelbluete Burg 300Ein steiler Treppenaufstieg stand der Gruppe dann noch zur Wachtenburg bevor, vor der sich der „Balkon der Pfalz" mit einem herrlichen Blick in die Landschaft ausbreitete. Mit Kaffee gestärkt, ging es von da an nur noch abwärts nach Wachenheim, wo ein kurzer Besuch der Simultankirche unbedingt dazugehörte. Simultankirchen bestehen aus einem katholischen und einem evangelischen Teil, sind ein Zeichen für religiöse Kompromissbereitschaft und haben sich, gefördert von einem humanistisch geprägten Pfalzgrafen, in der Kurpfalz verbreitet.

Am Parkplatz angekommen, waren sich alle einig: Die Daheimgebliebenen haben einiges verpasst!

Text und Fotos: Petra Neumann-Prystaj / 25.03.2026

 

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