Akademie 55plus Darmstadt - Berichte 2022

Bleibt man „Gesünder mit einer Frühjahrskur?“

Diese Frage beantwortete uns Christa Burger in ihrem detaillierten Vortrag. Sie kennt sich nicht nur mit den Vorgängen im Körper sehr gut aus, es war auch faszinierend von ihr zu hören was Kräuter alles können. Man hätte direkt glauben können, dass für oder gegen alles ein Kraut gewachsen ist.

Warum sollte man überhaupt eine Frühjahrskur machen? In erster Linie einfach um schädliche Stoffe aus dem Körper auszuschleusen, die zur Überforderung der Organe führen können und dadurch chronische Entzündungen verursachen. Eine wichtige Rolle bei der Entgiftung auf Zellebene spielt dabei die Autophagie, sozusagen die Müll- und Recycling-Maschinerie der Zelle. Die Autophagie ist ein natürlicher Prozess des Zellstoffwechsels. Sobald dem Körper signalisiert wird, dass „nicht ausreichend Energie“ zur Verfügung steht, beginnen die Organellen den „Zellmüll“ in winzig kleine Teile zu zerlegen, die dann entweder als Brennstoff verwendet werden oder über den Stoffwechsel abgebaut werden. Die Autophagie setzt etwa 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme ein. Deshalb ist das immer beliebter werdende Intervallfasten, bei dem für 14-16 Stunden auf die Nahrungsaufnahme verzichtet wird, eine gute Möglichkeit sich selbst und in der eigenen Umgebung etwas Gutes zu tun. Intervallfasten kann man zeitlich unbegrenzt, man kann für Tage oder auch länger aussetzen und jederzeit wieder einsetzen.

Für das zeitlich begrenzte Heilfasten mit Säften oder Smoothies und Gemüsebrühe empfiehlt Christa zumindest für das erste Mal eine Kur mit Ruhe und Betreuung. Dazu gehören zahlreiche Anwendungen wie Leberwickel und vieles mehr, was man am besten unter einer kompetenten Anleitung lernen kann.

Natürlich ist vor allem eine gesunde Ernährung der Schlüssel zu einer guten Gesundheit. Mehr Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, fermentierte Lebensmittel, dafür weniger Zucker, Alkohol, Fleisch, Säuren und Fertigprodukte, damit ist schon viel getan. Wer sich dann ab und zu noch einen – leider nicht immer leckeren – Kräutertee gönnt, am besten mit vielen Bitterstoffen, der tut sich selber richtig gut.

 Conny Seitz