Akademie 55plus Darmstadt - Berichte 2019

Über die Neunkircher Höhe zur Burgruine Rodenstein

wanderung rodensteinEines sei von mir voraus geschickt – wer mit Ullrich Schöll wandert dem ist ein fröhlicher und erholsamer Tag garantiert. Nicht nur dass Ullrich uns immer auf ausgesprochen schönen Pfaden abseits der Hauptwege führt, seine unschlagbar trockenen Sprüche verbreiten einfach gute Laune.

In Fahrgemeinschaften ging es am 5. Oktober vom Böllenfalltor aus nach Neunkirchen. Auf dem Weg zum Kaiserturm konnten wir bereits eine herrliche Aussicht über den Odenwald, auf die Frankfurter Skyline sogar auf den Taunus genießen. Der 34 m hohe Aussichtsturm steht auf der Neunkirchner Höhe – mit 605 m der höchste Teil des hessischen Odenwaldes.

Vom Kaiserturm wanderten wir vorbei an der Gersprenzquelle durch Wald und Wiesen zur Burgruine Rodenstein. Die sagenumwobene Burg von der heute nur noch ein paar Mauern stehen wurde 1240 gebaut. Sie wurde als Trutzburg gebaut, mehrfach umgebaut und wechselte aufgrund von Streitigkeiten mehrmals die Besitzer. Die letzten Rodensteiner starben allesamt 1635 an der Pest. Die Burg wurde nicht mehr bewohnt und begann zu verfallen.  Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Burg als Steinbruch benutzt. So ist unter anderem das heutige Rathaus von Fränkisch-Crumbach aus Steinen vom Rodenstein entstanden.

Der Rückweg nach Neunkirchen führte vorbei am Fallenden Bach – nur knapp 10 m hoch, aber er ist der einzige Wasserfall im Odenwald. Trotz des vorangegangenen Regenwetters war die herabfallende Wassermenge weniger üppig als es einige Mitwanderer kannten.

Wieder in Neunkirchen angekommen kehrten wir noch zu einer Schlussrast ein bevor alle mit Dank an Ullrich für die schöne Wanderung den Heimweg antraten.

 

Conny Seitz